Willy, wer sonst – Opernmusical über Willy Brandt, 2021

Ein besonderes Musiktheaterprojekt erwartet mich als Pianist mit Orchester. Zudem habe ich als Korrepetitor einen Teil des Stücks einstudiert. Mit dem Opernmusical ‚Willy, wer sonst‘ bringt das Festival Kunst am Kai Aufstieg und Fall des Altbundeskanzlers, Berliner Bürgermeisters und gebürtigen Lübeckers auf die Bühne. Es macht viel Freude. Das Stück beginnt mit der Feier anlässlich des Falls der Berliner Mauer, die auch zentrales Bühnenelement ist. Von hier aus werden wichtige Lebensstationen Brandts bis zum Mauerfall dargestellt, zu der auch der umstrittene, kritisch zu sehende Kniefall von Warschau zählt. Politische Weggefährten wie Herbert Wehner und Egon Bahr kehren zudem in das Rampenlicht zurück.

Brandt war auch ein Lebemann und Familienvater in einer Zeit des gesellschaftlich-politischen Umbruchs. Der Jugendchor transportiert dabei das Lebensgefühl der 60er und 70er Jahre. Ein weiterer Fokus liegt im familiären Umfeld, hier prallen die gegenläufigen Bewegungen der Zeiten aufeinander. Im Kontrast zur Befreiung gesellschaftlicher Zwänge, die sich in Mode, Musik und Kultur abbildet, steht der kalte Krieg in Kontrast. Die Mauer sorgt für 28 Jahre Leidensweg für Ost und West. Anders als Adenauer hat auch Brandt die Bundesrepublik geprägt. Als Bürgermeister West-Berlins, Außenminister und Bundeskanzler wurde Brandt durch seine kritisch zu sehende Ost-West-Politik verehrt und stark angefeindet.

Solisten: Stefan Hahn – Willy Brandt / Nataliya Bogdanova – Rut Brandt / Andreas Post – Egon Bahr / Simon Rudoff / Herbert Wehner / Annemarie Wolf – Sekretärin | Kinder- &  Jugendchor des Festivals | Lübecker Philharmoniker & Gäste | von Birgit Kronshage & Gabriele Pott | www.christoph-wiatre.de |  www.kunst-am-kai.de

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